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Anwohner am Fördeufer klagen über nächtliche Poser-Szene

 |  von Thomsen / Foerde.news

Polizei kontrollierte am Mittwochabend mehrere Fahrzeuge - Symbolfoto: Thomsen

Flensburg – Lärm bis in die frühen Morgenstunden, Beschwerden bei Polizei und Ordnungsamt bleiben nach Angaben der Betroffenen ohne Wirkung. Ein anonymer Facebook-Beitrag sorgt nun für Aufmerksamkeit.

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Am Fördeufer wächst bei einigen Anwohnern offenbar der Frust über nächtliche Störungen durch junge Autofahrer. In einem anonym veröffentlichten Facebook-Beitrag heißt es, dass sich insbesondere zwischen 23 Uhr und 5 Uhr morgens an sieben Tagen in der Woche immer wieder junge Menschen an der Uferpromenade treffen würden.

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Grundsätzlich habe niemand etwas dagegen, wenn Besucher dort das Wetter, die Aussicht oder das Wasser genießen. Das Problem seien vielmehr die Begleiterscheinungen der Treffen. Nach den Schilderungen im Beitrag würden Fahrzeuge ihre Motoren bis in den Drehzahlbegrenzer hochdrehen, kurze Beschleunigungsrennen austragen und damit die Nachtruhe der Anwohner erheblich stören.

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Nach Angaben aus dem Beitrag hätten sich Bewohner bereits mehrfach bei Polizei und Ordnungsamt beschwert. Die Beschwerden seien jedoch bislang erfolglos geblieben. Auch verschiedene weitere Stellen seien kontaktiert worden. Demnach sei sogar Oberbürgermeister Dr. Fabian Geyer angeschrieben worden.
In dem anonymen Beitrag werden zahlreiche Vorfälle genannt, die regelmäßig auftreten sollen: Hupkonzerte von „10 bis 50 Mal pro Abend“, Fußballspiele auf der Straße, aufheulende Motoren, das Ausleuchten der unteren Wohnungen mit Fernlicht, zurückgelassener Müll, laute Musik sowie herumliegende Sonnenblumenkernschalen.
Dabei wird deutlich gemacht, dass es nicht darum gehe, sich in sozialen Netzwerken „auszuheulen“. Vielmehr gehe es darum, ebenso wie die Nachbarn nachts schlafen zu können.
Zugleich richtet sich der Beitrag direkt an die sogenannten Poser. In der näheren Umgebung gebe es nach Ansicht der Verfasser mindestens zehn vergleichbare Plätze, an denen niemand wohne und niemand gestört werde.
Besonders deutlich wird der Appell am Ende. Wörtlich heißt es: „Habt ihr echt nichts anderes vor, als hier rumzuposen und uns auf den Sack zu gehen?“


Polizei führte Kontrollen durch
Auf Nachfrage von Förde.News erklärte der Pressesprecher der Polizeidirektion Flensburg, Jan Krüger, dass am Mittwochabend mehrere Fahrzeuge im Rahmen einer allgemeinen Geschwindigkeitskontrolle überprüft wurden. Dabei stellten die Einsatzkräfte an 16 Fahrzeugen Mängel fest.
Ob die Kontrollen langfristig zu einer Entspannung der Situation am Fördeufer beitragen und die Beschwerden der Anwohner reduzieren, wird sich jedoch erst in den kommenden Wochen und Monaten zeigen. Die betroffenen Bewohner hoffen weiterhin auf eine dauerhafte Verbesserung der nächtlichen Situation.