Brand im alten Butterwerk: Feuerwehr erneut im Einsatz

 |  von Nico Hessel

Bereits zum dritten Mal innerhalb eineinhalb Jahren brannte es in der Fabrik - Fotos: Nico Hessel

Schleswig – Trotz der begonnenen Abrissarbeiten auf dem Gelände des stillgelegten Butterwerks musste am Dienstagabend erneut die Feuerwehr anrücken. Mehrere Anrufer meldeten einen Brand.
Zum dritten Mal innerhalb von gut eineinhalb Jahren musste am Dienstagabend die Feuerwehr aufgrund einer gemeldeten Rauchentwicklung zum seit mehr als zehn Jahren stillgelegten Butterwerk an der Schleidörfer Straße ausrücken.
Gegen 20.30 Uhr hatten nach Angaben mehrere Zeugen über den Notruf eine Rauchentwicklung aus dem „Lost Place“ im Gewerbegebiet Sankt Jürgen gemeldet.
Als ein Löschfahrzeug des Löschzuges Altstadt der Freiwilligen Feuerwehr Schleswig wenige Minuten nach dem Alarm eintraf, konnten die Einsatzkräfte bereits Feuerschein aus einer der Hallen wahrnehmen.
Vom Brand betroffen war eine der alten Hallen für Kraftfahrzeuge, an denen Ende August die Abrissarbeiten begonnen hatten und die in den kommenden Wochen dem Erdboden gleich gemacht werden sollen.
Aus offiziell bislang nicht geklärter Ursache brannte auf einer Fläche von ungefähr fünf Quadratmetern in der Halle liegender Unrat.
Mit einem Löschangriff unter Atemschutz konnte die Feuerwehr den Brand schnell unter Kontrolle bringen und ablöschen.
Besonders vorsichtig mussten die Einsatzkräfte vorgehen, da in der Fahrzeughalle auch ein Rollwagen mit Gasflaschen abgestellt war. Diese wurden vorsorglich mit Wasser gekühlt, da eine Erhitzung durch das Feuer zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte.
Zusätzlich zu den Einsatzkräften der Feuerwehr waren auch ein Rettungswagen und die Polizei an der Brandstelle im Einsatz.
Erst im Juni hatte ein Brand im Kühlhaus der Industriebrache der Feuerwehr einen stundenlangen Löscheinsatz beschert, da sich dieser in die Isolierung ausgebreitet hatte. Zudem hatte es auch im Februar letzten Jahres in einem der oberen Stockwerke gebrannt.
In allen drei Fällen gilt Brandstiftung als die wahrscheinliche Ursache.

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