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Brand in Kultkneipe „Bärenhöhle“: Feuerwehreinsatz an der Schiffbrücke

 |  von Thomsen / Foerde.news

Die Feuerwehr konnte trotz schnellem eingreifen ein Totalschaden nicht verhindern Fotos : Thomsen

Flensburg – Am Mittwochabend gegen 20 Uhr ist in der bekannten Flensburger Kultkneipe „Bärenhöhle“ in der Straße Norderhofenden ein Feuer ausgebrochen. Bereits um 19:54 Uhr wurden sowohl die Berufsfeuerwehr als auch die Freiwillige Feuerwehr Innenstadt zu einer Rauchentwicklung in der „Bärenhöhle“ alarmiert. Vor Ort bestätigte sich die Lage: Dichter, schwarzer Rauch quoll aus der Kneipe.

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Die Feuerwehr begann umgehend mit den Löscharbeiten und setzte dabei auch eine Drehleiter ein, um Personen aus dem Gebäude in Sicherheit zu bringen. Zugführer Jan-Martin Locht erklärte: „Mit der Drehleiter haben wir drei Personen und einen Hund aus dem Haus gerettet und eine weitere Person durch das Treppenhaus.“

Mehrere Rettungswagen waren ebenfalls vor Ort, um Verletzte in umliegende Krankenhäuser zu bringen. Nach ersten Erkenntnissen wurden zwei Personen zur Beobachtung eingeliefert. Locht erklärte, dass die Personen zur Beobachtung ins Krankenhaus gekommen seien, sie jedoch keinen Rauch eingeatmet hätten, sondern bereits Vorerkrankungen vorlagen.

Im weiteren Verlauf wurde auch die Freiwillige Feuerwehr Klues hinzugezogen, um die Einsatzkräfte zu unterstützen.

Ersten Erkenntnissen zufolge könnte das Feuer an der Elektrik ausgebrochen sein. Besonders bemerkenswert ist, dass die „Bärenhöhle“ in den vergangenen Jahren immer wieder von Sturmfluten oder Hochwasser betroffen war. MItarbeiter der Stadtwerke Flensburg haben das komplette Haus stromlos geschaltet.

Abschließend erklärte der Zugführer: „Das Haus ist über 100 Jahre alt und die Decke besteht aus Holz und Lehm. Daher zog das Feuer auch in die darüber befindliche Wohnung, diese ist nicht mehr bewohnbar.“ Die Wasserversorgung war vor Ort kein Problem, ein Hydrant befand sich rund 5 Meter vom Eingang zur Kneipe entfernt.

Durch die Sperrung des Straßenzugs standen auch mehrere Busse unteranderem von Aktiv-Bus fest und kamen nicht weiter – was in diesem Fall für die rund 17 betroffenen Personen jedoch ein Glücksfall war. Die Linie 1, die ursprünglich mit rund 40 Personen an Bord in Richtung ZOB und Bahnhof fahren wollte, wurde von der Feuerwehr als Aufenthaltsort genutzt, sodass die Bewohnerinnen und Bewohner einen warmen Rückzugsort hatten. Diesen nutzten dann nicht nur die Rettungsdienste, um die Personen zu betreuen, sondern auch die Polizei, die vor Ort Zeugen befragen konnte.

Der Einsatz selbst dauerte bis rund 22:30 Uhr. Im Anschluss wurde eine Brandwache, der Freiwillgen Feuerwehr Innenstadt, eingerichtet, damit die Feuerwehr im Falle bislang unentdeckter Glutnester schnell eingreifen kann. Die Kriminalpolizei hat noch während des Einsatzes, die Ermittlungen aufgenommen.
Ob die beliebte Kneipe mit dem hauseigenen Getränk “Helgoländer” wieder aufmacht, ist derzeit ungewiss.