Feuer in Einfamilienhaus – Nachbar verhindert Schlimmeres

 |  von Thomsen / Foerde.news

Verletzt wurde niemand bei dem Feuer - Fotos: Thomsen

Flensburg – Am Samstagnachmittag ist es in einem Einfamilienhaus in der Beate-Rotermund-Straße im Flensburger Stadtteil Hochfeld zu einem Brand gekommen. Die Freiwillige Feuerwehr Tarup und die Berufsfeuerwehr Flensburg waren im Einsatz. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand, das Haus blieb bewohnbar.

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Wie Zugführer Jan-Martin Locht von der Berufsfeuerwehr Flensburg mitteilte, brach das Feuer gegen 16.15 Uhr in einem Lagerraum im ersten Obergeschoss des Hauses aus. Zu diesem Zeitpunkt befand sich ein Sohn der Familie im Gebäude. Er bemerkte den Brand und wollte einen Nachbarn zur Hilfe holen.

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Der Nachbar hatte jedoch bereits selbst eine starke Rauchentwicklung aus der Lüftungsanlage des Hauses wahrgenommen, griff sich einen Feuerlöscher und lief in das Haus. Dabei achtete er darauf, sich nicht selbst zu gefährden, und alarmierte parallel die Feuerwehr.

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Beim Eintreffen der Einsatzkräfte drang bereits Rauch aus den Öffnungen der Lüftungsanlage, sodass umgehend mit den Löscharbeiten begonnen wurde. Der Lagerraum in der ersten Etage, der sich direkt gegenüber der Treppe befindet, war nach Angaben von Locht voll mit diversen Kleidungsstücken und Haushaltsgegenständen.

Um an die Glutnester heranzukommen, entschieden sich die Einsatzkräfte, das Brandgut über ein Nebenfenster auf die Hofeinfahrt zu werfen. Der Hauseigentümer, der kurz nach Brandausbruch gemeinsam mit seiner Frau und einem weiteren Kind am Haus eintraf, durfte zuvor sein Auto aus dem Carport fahren, um weiteren Schaden zu vermeiden. Anschließend wurde der ausgeräumte Inhalt auf der Hofeinfahrt mit Wasser abgelöscht und auseinandergezogen.

Mit einer Wärmebildkamera kontrollierten die Feuerwehrleute das Brandgut, um auch die letzten Glutnester aufzuspüren. Während des Einsatzes wurde vorsorglich ein zweiter Rettungswagen zur Einsatzstelle alarmiert, um den Nachbarn medizinisch zu untersuchen. Er klagte zwar über keine Symptome, konnte nach einer Untersuchung vor Ort jedoch wieder entlassen werden. Die Hauseigentümer kamen während der Löscharbeiten beim Nachbarn unter.

Zugführer Locht erklärte abschließend, dass das Haus weiterhin bewohnbar sei. Zwar habe sich Rauch in der ersten Etage ausgebreitet, das Erdgeschoss sei jedoch rauchfrei geblieben und somit bewohnbar.

Noch während des laufenden Einsatzes nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache auf. Warum das Feuer ausbrach, ist derzeit noch unklar. Der Einsatz dauerte rund zwei Stunden.