Feuerwehr Flensburg tritt in die Pedale – Spinning in Einsatzkleidung soll fit für den Ernstfall machen
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Mit einer ungewöhnlichen Aktion hat der Stadtfeuerwehrverband Flensburg auf die Bedeutung von Fitness im Feuerwehrdienst aufmerksam gemacht: Im Fitnessstudio „Balance“ auf der Westlichen Höhe absolvierten Feuerwehrleute ein Spinning-Training – in voller Einsatzkleidung.
Hinter der Aktion steht die neue Arbeitsgruppe Sport, die der Stadtfeuerwehrverband ins Leben gerufen hat. In dem Gremium sind Mitglieder aus verschiedenen Ortsfeuerwehren vertreten, die sportliche Angebote planen und koordinieren. „Ziel ist es, unsere Kameradinnen und Kameraden noch stärker für regelmäßigen Sport zu motivieren“, erklärt Stadtbrandmeister Mario Quade.
Der Hintergrund ist ernst: Einsätze bedeuten für Feuerwehrleute immer eine erhebliche körperliche Belastung. „Wer fit ist und trainiert, ist für den Einsatz besser gerüstet“, so Quade. Das gelte in besonderem Maße für Atemschutzgeräteträger, die für ihre Aufgabe nicht nur jährlich eine Belastungsübung absolvieren, sondern auch regelmäßig medizinisch untersucht werden müssen. Entsprechendes Training sei dafür unerlässlich.
Die Arbeitsgruppe Sport hat bereits verschiedene Angebote auf den Weg gebracht. So gibt es eine Kooperation mit einem Flensburger Fitnessstudio zu attraktiven Konditionen für Feuerwehrangehörige. Außerdem nimmt der Stadtfeuerwehrverband mit Laufteams an mehreren Sportveranstaltungen im Jahresverlauf teil – darunter der „Flensburg liebt dich“-Marathon, der Stadtwerkelauf und der Ostufer-Charity-Lauf.
Die Spinning-Aktion im „Balance“-Studio sei bewusst als gemeinschaftliches Erlebnis angelegt gewesen, berichtet Quade. Teilgenommen haben Feuerwehrleute aus mehreren Ortsfeuerwehren. „Wir wollten zeigen, dass Sport in der Gruppe Spaß macht – und natürlich ist es ein Hingucker, wenn man in Feuerwehrkleidung auf dem Spinningrad sitzt“, sagt der Stadtbrandmeister.
Die Aktion verfolgte dabei zwei Ziele: nach innen und nach außen. Innerhalb der Feuerwehr soll sie mehr Mitglieder motivieren, am Dienstsport teilzunehmen. Zugleich versteht der Stadtfeuerwehrverband die Veranstaltung als Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit. „Wir wollen zeigen, was bei der Feuerwehr alles passiert, wie stark Kameradschaft und Zusammenhalt sind – und so auch für das Ehrenamt werben“, so Quade.
Das Fitnessstudio habe kurzfristig und unkompliziert mitgezogen. „Wir haben spontan angefragt, die Idee stieß sofort auf Zustimmung“, berichtet Quade. Sein Fazit zum Spinning in Einsatzkleidung: „Es war sehr anstrengend, wir haben viel geschwitzt – aber es war eine großartige Aktion und hat allen enorm Spaß gemacht.“
Die zukünftigen Sporteinheiten müssen natürlich nicht in Einsatzkleidung stattfinden.