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Großbrand in Schleswig: Haus nach Feuer unbewohnbar – Person im Krankenhaus
| von Herbert Schmidtke
Schleswig – Mit einem Großaufgebot sind Rettungskräfte und Feuerwehr am Freitagvormittag in die Moltkestraße in Schleswig ausgerückt. Dichter Rauch quoll nach einem anfänglichen Zimmerbrand im ersten Obergeschoss bereits aus dem Dach des Einfamilienhauses und vernebelte die umliegenden Straßen. Gegen 9.50 Uhr wurden die Einsatzkräfte zunächst wegen der starken Rauchentwicklung alarmiert. Aus bislang ungeklärter Ursache war in dem Gebäude ein Feuer ausgebrochen, das sich rasend schnell auf den gesamten Dachstuhl ausbreitete.
Aufgrund der massiven Ausbreitung veranlassten die Behörden umgehend eine Warnung über die NINA-App. Anwohner im gesamten Bereich der Schleswiger Innenstadt wurden dringend aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Die Polizei sperrte die Moltkestraße für die Dauer der Löscharbeiten, die sich bis in den frühen Nachmittag zogen, zwischen der Schubystraße und der Berliner Straße komplett ab.
Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich vier Personen in dem Wohnhaus. Sie konnten sich glücklicherweise alle selbstständig ins Freie retten. Eine in dem Haus lebende Person zog sich bei dem Brand jedoch leichte Verletzungen zu und wurde zur weiteren Behandlung mit einem Rettungswagen in das örtliche Helios-Klinikum eingeliefert. Die übrigen drei Hausbewohner blieben unverletzt.
Die Brandbekämpfung unter Atemschutz gestaltete sich intensiv. Sönke Schloßmacher, Gemeindewehrführer der Feuerwehr Schleswig, berichtete von einer weithin sichtbaren Rauchentwicklung bereits beim Eintreffen der Retter. Das Feuer schlug im Obergeschoss rasch durch, sodass sich die Flammen unaufhaltsam auf den Dachstuhl ausweiteten. Rund 45 Einsatzkräfte der beiden Löschzüge Altstadt und Friedrichsberg waren mit mehreren Einsatzfahrzeugen vor Ort.
Neben einem Löschangriff im Inneren öffneten die Einsatzkräfte der Feuerwehr das Dach über den Korb der Drehleiter von allen Seiten. So konnten sie gezielt an letzte Glutnester gelangen. Das betroffene Einfamilienhaus ist nach dem verheerenden Brand unbewohnbar. Die Kriminalpolizei hat noch während des Einsatzes die Ermittlungen aufgenommen, um zu klären, wie es zu dem Feuer kommen konnte.
