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Großeinsatz auf der Westlichen Höhe: Verdächtiger Geruch beschäftigt Feuerwehr

 |  von Thomsen / Foerde.news

Rund 50 Einsatzkräfte waren vor Ort - Fotos: Thomsen

Flensburg – Ein Großaufgebot der Flensburger Feuerwehren ist am Mittwochmorgen gegen 5.45 Uhr zu einem achtstöckigen Mehrfamilienhaus auf der Westlichen Höhe ausgerückt. Auslöser war die Meldung einer Bewohnerin aus der sechsten Etage, die bereits während des Notrufs angab, Carbit-Geruch wahrgenommen zu haben. Verletzt wurde niemand.

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Nach ersten Erkenntnissen erklärte der Chef der Berufsfeuerwehr Flensburg, Carsten Herzog, dass die Bewohnerin den Geruch aus ihrer Heimat kenne und deshalb ausdrücklich von Carbit-Geruch gesprochen habe. Carbit (Calciumcarbid) ist ein Stoff, der unter anderem bei Kontakt mit Wasser Acetylengas bildet und dabei einen charakteristischen, markanten Geruch entwickeln kann.

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Die Regionalleitstelle Nord löste daraufhin Großalarm aus. Neben der Berufsfeuerwehr waren mehrere Freiwillige Feuerwehren aus Flensburg im Einsatz, darunter die Wehren Klues, Engelsby, Weiche, Innenstadt und Jürgensby, die die Erkundung unterstützten. Insgesamt waren nach Angaben von Carsten Herzog rund 50 Einsatzkräfte vor Ort.

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Vorsorglich bauten die Einsatzkräfte vor dem Gebäude, im Timm-Kröger-Weg, zudem einen Dekontaminationsbereich auf. Wäre im Gebäude tatsächlich ein gefährlicher Stoff festgestellt worden, hätten sich die Feuerwehrleute dort aus ihren Schutzanzügen befreien können, ohne eine mögliche Kontamination nach außen zu tragen.

Vor Ort führten die Einsatzkräfte mit mehreren Messgeräten umfangreiche Kontrollen in der betroffenen Wohnung durch. Dabei konnten jedoch keine Schadstoffe festgestellt werden. Der Einsatz wurde nach rund einer Stunde beendet.

Die Bewohnerin wurde vorsorglich vor Ort ärztlich untersucht. Anschließend konnte sie in ihrer Wohnung bleiben. Die übrigen Bewohner des Hauses konnten während des Einsatzes in ihren Wohnungen bleiben.

Während des Einsatzes kam es zu Verkehrsbehinderungen. Aufgrund der zahlreichen Einsatzfahrzeuge war der Timm-Kröger-Weg vollständig gesperrt. Zudem musste die Westerallee in Höhe des Timm-Kröger-Wegs halbseitig gesperrt werden.

Nach Angaben der Bewohnerin soll sich im Gebäude eine weitere Wohnung befinden, die möglicherweise von Schimmel oder anderen Schadstoffen betroffen ist. Ob dies mit dem von ihr wahrgenommenen Geruch in Zusammenhang steht, ist derzeit unklar. Dieser Hinweis soll nun überprüft werden.