Kilometerlange Verfolgungsfahrt endet im Entwässerungsgraben bei Tarp - Fahrer flüchtet

 |  von Thomsen / Foerde.news

Der Fahrer flüchtete nachdem er unsanft mit dem Leihwagen gestoppt wurde - Fotos: Thomsen

Tarp – Rund 40 Kilometer lange Verfolgungsfahrt zwischen Polizei und einem flüchtenden Autofahrer endete dramatisch – mit einem Unfall, einer Flucht zu Fuß und der Festnahme des Verdächtigen.

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Gegen 14 Uhr meldeten Autofahrer einen weißen VW Passat mit Münchner Kennzeichen, der zwischen der Rader Hochbrücke und Flensburg mit gefährlichen Fahrmanövern auffiel. Der Mann überholte laut Polizei rücksichtslos, schnitt wiederholt andere Verkehrsteilnehmer und brachte so den Verkehr auf der stark befahrenen A7 mehrfach u.a. durch das Ausbremsen und Abdrängen anderer Fahrzeugführer in Gefahr. Dutzende Notrufe gingen bei der Polizei ein.

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Polizei versucht Kontrolle – Fahrer flieht

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Als Einsatzkräfte das Fahrzeug bei Rade stoppen wollten, reagierte der Fahrer nicht – stattdessen beschleunigte er und raste in Richtung Norden davon. Die Polizei leitete eine groß angelegte Fahndung ein und zog mehrere Streifenwagen zusammen. Die Verfolgungsfahrt entwickelte sich zu einer Hochgeschwindigkeitsjagd, die über mehrere Autobahnabschnitte hinweg andauerte.

Unfall bei Tarp – Flucht zu Fuß

Nahe Tarp versuchte die Polizei, den Verkehr gezielt auszubremsen, um das Fahrzeug zu stoppen. Doch der Flüchtige wich auf den Seitenstreifen aus und kollidierte dort mit einem VW Caddy. Beide Fahrzeuge wurden stark beschädigt, der Caddy landete im Straßengraben.
Letztlich kam es auf Höhe Tarp zu einem Zusammenstoß mit einem Streifenwagen. Als der Fahrzeugführer danach wieder anfahren wollte und weiterhin keinerlei Reaktion auf die Ansprache der eingesetzten Beamten zeigte, wurde auf die Vorderreifen des VW Passat geschossen, woraufhin dieser auf ein an die A7 grenzendes Feld fuhr und in einem Entwässerungsgraben zum Stehen kam

Trotz des Unfalls flüchtete der 31-jährige Fahrer weiter zu Fuß – wurde jedoch kurz darauf von weiteren Einsatzkräften festgenommen.

A7 teilweise gesperrt, Ermittlungen dauern an

Die Autobahn musste im Bereich Tarp in Fahrtrichtung Flensburg teilweise gesperrt werden. Auch die Feuerwehr war im Einsatz, nachdem zunächst eine Rauchentwicklung gemeldet worden war – ein Brand bestätigte sich nicht. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.
Im Anschluss wurde dem deutschen Beschuldigten, der sich offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand befand, nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft eine Blutprobe zur Feststellung seiner Fahrtüchtigkeit entnommen. Außerdem wurde das Fahrzeug, sowie der Führerschein beschlagnahmt.
Es wird ein Strafverfahren u.a. wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung, Nötigung und Verkehrsunfallflucht eingeleitet.

Zu den Hintergründen der Flucht konnte die Polizei bislang keine Angaben machen. Die Ermittlungen dauern an.