Anzeige
- Blaulicht -
Folge uns auf Instagram und Facebook

Liegeplatz in der Antarktis: Sammelschiffchen der Seenotretter auf der Neumayer-Station III

von

Übergabe in der Antarktis: Gerhard Frank (l.), DGzRS-Ehrenamtlicher und Bordtechniker auf dem deutschen Forschungseisbrecher „Polarstern“, überreicht Peter Köhler, Expeditionsleiter der Neumayer-Station III 2022/23, - Foto: Christian Rohleder

Weiter südlicher geht es kaum: Ein Sammelschiffchen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat seit Kurzem seinen Liegeplatz in der Antarktis auf der Neumayer-Station III des Alfred-Wegener-Instituts (AWI). Dort sammelt es Spenden für die Seenotretter auf Nord- und Ostsee.

Anfang Januar erreichte der deutsche Forschungseisbrecher „Polarstern“ die Neumayer-Station III in der Antarktis. Die Ganzjahresforschungsbasis liegt auf dem Ekström-Schelfeis in der Atka-Bucht am nordöstlichen Ende des Weddellmeeres. Das AWI-Flaggschiff versorgte das Saisonpersonal und das neunköpfige Überwinterungsteam für ihren Aufenthalt mit Treibstoff, Materialien und Nahrungsmitteln.

Eine besondere Fracht hatte „Polarstern“-Bordelektroniker Gerhard Frank dabei: ein Sammelschiffchen der DGzRS. Seit mehr als acht Jahren engagiert er sich ehrenamtlich für die Seenotretter. Er überreichte die markante Spendendose an Peter Köhler, den diesjährigen Expeditionsleiter der Forschungsbasis. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen das Sammelschiffchen als „Phrasenschwein“ nutzen. Wer also ab jetzt am südlichsten Arbeitsplatz Deutschlands eine abgedroschene Redensart verwendet, muss es mit einer Münze oder einem Geldschein beladen.

Über das Sammelschiffchen

 Die Sammelschiffchen der Seenotretter gibt es bereits seit 1875. Sie gelten als Deutschlands bekannteste Spendendosen und sind das Symbol für den selbstlosen Einsatz der Besatzungen und für die Unabhängigkeit der DGzRS. Rund 14.000 Einheiten der 32-Zentimeter-Klasse haben in ganz Deutschland – und darüber hinaus – ihre Liegeplätze. Sie tragen jedes Jahr mit 700.000 bis 900.000 Euro dazu bei, dass die Seenotretter immer dann rausfahren können, wenn jemand auf Nord- und Ostsee in Not ist.

Zurück