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Pfleger während seiner Nachtschicht ins Krankhaus - Großaufgebot für Rettungsdienst

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Bei zwei Personen mussten das DRK pflegerisch eingreifen: Florian Sprenger

Bad Segeberg - In der Nacht zum Mittwoch kam es im Pflegeheim Segeberger Forst in Bark, Kreis Segeberg, zu einem unerwarteten Großeinsatz. Grund hierfür war die dringende Einlieferung einer Pflegekraft in die Klinik während der Nachtschicht. Die Heimleitung war telefonisch nicht zu erreichen, und ein Ersatz konnte kurzfristig nicht organisiert werden, was dazu führte, dass der Rettungsdienst und der Katastrophenschutz des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) die Betreuung der 40 bis 50 Heimbewohner übernahmen. Christian Mandel, Sprecher der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKISH), erklärte, dass etwa 80 Einsatzkräfte von verschiedenen DRK-Ortsverbänden involviert waren.

Diese Kräfte hatten die Aufgabe, den Gesundheitszustand der Bewohner zu überprüfen und die Medikamentenvergabe zu sichern. "Wir mussten bei zwei Personen pflegerisch eingreifen, aber glücklicherweise gab es keine weiteren Notfälle", so Mandel dem NDR gegenüber. Der Einsatz endete, als die Frühschicht um 6 Uhr die Betreuung im Heim übernehmen konnte.

Die Heimleitung äußerte sich am Morgen nach dem Einsatz dem NDR gegenüber überrascht und irritiert. Laut Angaben war eine zweite Fachkraft vor Ort, was die gesetzlichen Anforderungen sogar übertrifft. Dennoch entschied sich das RKISH aus Sicherheitsgründen für den Großeinsatz.

Die Vorfälle im Segeberger Heim haben nun auch die Aufmerksamkeit der Heimaufsicht erregt, die eine genaue Überprüfung der Nachtvorgänge und der Notfallpläne der Einrichtung angekündigt hat. Auch die Einhaltung der gesetzlichen Pflichten wird untersucht.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich kürzlich in einem Berliner Alten- und Pflegeheim, was bundesweit für Aufsehen sorgte. Dort mussten Polizei und Feuerwehr einspringen, als es an examinierten Pflegekräften mangelte und die Heimleitung nicht erreichbar war. Der Einsatz konnte jedoch nach der Organisation eines Nachtdienstes beendet werden.

Der Fall in Bark wirft erneut Fragen zur Personalplanung und Notfallbereitschaft in Pflegeeinrichtungen auf und zeigt die Bedeutung einer gut organisierten Notfallversorgung.

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