Supermarkt-Einbrecher verunfallen auf Flucht vor Polizei
| von Jasper Hentschel
Süderbrarup/Tolk – Ein nächtlicher Beutezug, der in Süderbrarup begonnen hatte, fand am frühen Sonntagmorgen ein jähes Ende. Drei junge Männer im Alter von 19, 21 und 23 Jahren lieferten sich eine filmreife Verfolgungsjagd mit der Polizei, nachdem sie mit ihrem Opel Corsa rückwärts in den Getränkemarkt des Rewe-Marktes in der Großen Straße in Süderbrarup gefahren waren.
Gegen 4:30 Uhr morgens steuerten die Täter einen Opel Corsa zum Rewe-Getränkemarkt in der Großen Straße in Süderbrarup. Ihr Plan war jedoch wie wenig durchdacht, wie sich später zeigte.
Die Täter fuhren rückwärts in den Eingangsbereich des Marktes, um sich Zutritt zu verschaffen. Das maskierte Trio entwendete nach Angaben des Supermarktinhabers diverse Tabakwaren aus dem Laden. Einen Wert der Beute konnte er am Sonntag noch nicht benennen.
Trotz ihrer Maskierung agierten die Männer wenig diskret. Die Überwachungskameras zeichneten alles auf – auch, wie sie sich vor der Tat auf dem Parkplatz besprachen. Besonders kurios: Die Kennzeichen waren am Fahrzeug verblieben, was die Identifizierung und die Fahndung durch die Polizei erheblich erleichterte.
Der Inhaber des Supermarktes wurde von seinem Sicherheitsdienst alarmiert, während der Einbruch noch in vollem Gange war. Auch ein Nachbar wurde von dem Einbruchlärm aus dem Schlaf gerissen und wählte ebenfalls den Notruf.
Als die Polizei kurz darauf am Tatort eintraf, gaben die drei Männer Gas und flüchteten vor den Beamten. Die Flucht führte über eine Strecke von rund 14 Kilometern von Süderbrarup in Richtung Westen. Mehrere Streifenwagen verfolgten den Opel Corsa, der schließlich die Ortschaft Tolk erreichte.
In Tolk fand die Fahrt ein jähes Ende.
In einer scharfen Kurve in der Eckernförder Straße verlor der Fahrer die Kontrolle. Der Wagen schoss von der Fahrbahn und krachte frontal gegen die Außentreppe und die Mauer eines Wohnhauses.
Das Einbrecher-Trio hatte Glück im Unglück: Trotz der schweren Kollision blieben die drei jungen Männer. Vorsorglich waren aber ein Rettungswagen und die Feuerwehr vor Ort, um die Schäden in Augenschein zu nehmen und die mutmaßlichen Einbrecher zu untersuchen. Das Wohnhaus wurde durch den Aufprall des Autos beschädigt, blieb aber bewohnbar. Der mutmaßliche Fahrer wirkte auf Einsatzkräfte alkoholisiert. Er wurde in Handschellen abgeführt und zudem wurde ihm eine Blutprobe entnommen.
Auch die anderen beiden Autoinsassen wurden noch vor Ort festgenommen und zur Vernehmung auf die Dienststelle nach Schleswig gebracht.
Der Eingangsbereich des Marktes wurde massiv beschädigt und musste später mit Paletten gesichert werden. Der Betreiber will mit einer provisorischen Reparatur es Eingangsbereiches versuchen, den Getränkemarkt bereits am Montag wieder zu öffnen.