Unfreiwilliges Bad nach Fahrfehler: Auto fährt in die Schlei

 |  von Jasper Hentschel

Navi sagt er soll Wenden - Fotos: Jasper Hentschel

Arnis – Ein Autofahrer hat seinen Wagen am Samstagabend in Arnis in die Schlei gelenkt. Gegenüber der Polizei gab er an, sein Navi hätte ihn zum Wenden aufgefordert.
Erst hat er sich verfahren und dann an denkbar ungünstiger Stelle versucht, sein Auto zu wenden: Ein Fahrfehler endete für einen Autofahrer am Samstagabend in Arnis mit nassen Füßen – und einem Totalschaden an seinem neuwertigen Volkswagen T-Cross.

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Gegen 19.15 Uhr am Nikolaustag soll der Mann mit seinem Wagen zunächst in die Fährstraße in Richtung des Anlegers der Schleifähre gefahren sein. Da die Fähre nicht fuhr, wollte er auf dem Landweg die Heimfahrt in den Kreis Rendsburg-Eckernförde antreten. Doch dabei lief offenbar einiges schief.

Navi fordert direkt an Slipanlage der Werft zum Wenden auf

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Da der Autofahrer nicht ortskundig war, verließ er sich auf sein Navigationssystem, das ihn zunächst in den Strandweg geschickt haben soll. Als er das Gelände der Eberhardt-Werft erreicht hatte, soll ihn die digitale Stimme seines Wagens zum Wenden aufgefordert haben. Der Mann folgte der Anweisung, übersah dabei aber offenbar, wie dicht er sich bereits an einer Slipanlage der Werft befand.

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In der Dunkelheit nahm er die Wasserfläche neben ihm nicht wahr und fuhr vorwärts in das Wasser. Nach wenigen Metern stand der Wagen bereits mit dem Unterboden im Wasser.
Autofahrer rettet sich mit nassen Füßen an Land
Fluchtartig verließ der desorientierte Autofahrer sein Fahrzeug und watete durch das ungefähr sechs Grad kalte Wasser wieder an Land. Von dort aus wählte er dann den Notruf, woraufhin ein Rettungswagen, die Freiwilligen Feuerwehren Arnis und Grödersby sowie die Polizei alarmiert wurden.

Anfangs gestaltete es sich für die Einsatzkräfte aufgrund der unklaren Meldung und dem großen Werftgelände herausfordernd, dem Einsatzort zu finden. Rund 20 Minuten nach dem Notruf hatten die Rettungskräfte dann aber sowohl das im Wasser stehende Auto als auch den duchnässten Mann entdeckt.
Pechvogel muss Heimreise mit Taxi antreten
Während sich die Besatzung des Rettungswagens um den vom Pech verfolgten Autofahrer kümmerte, überprüfte die Feuerwehr das Fahrzeug auf auslaufende Betriebsstoffe. Glücklicherweise traten aber weder Öl noch Benzin aus dem Volkswagen aus. Vorsorglich wurde dennoch eine auf der Werft vorhandene Ölsperre ausgelegt und die Einsatzstelle ausgeleuchtet.
Bis auf seine durchnässte Kleidung und einen gehörigen Schrecken überstand der verirrte Autofahrer den Zwischenfall zum Glück unbeschadet. Allerdings musste er den Heimweg im Taxi antreten.
Auto erleidet durch Bad in der Schlei Totalschaden
Wesentlich folgenschwerer endete das unfreiwillige Bad im kühlen Nass für sein Auto. Der Innenraum wurde vom Wasser geflutet und der VW musste durch einen Abschleppdienst aus der Schlei gezogen werden. Er dürfte einen Totalschaden davongetragen haben.