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Zwei Unfälle auf 150 Metern: Tanklastzug rutscht auf der L22 in den Graben

 |  von Jasper Hentschel

Der LKW-Fahrer wurde bei dem Unfall nicht verletzt - Fotos: Jasper Hentschel

Süderfahrenstedt – Gleich zwei Unfälle innerhalb von nur rund 150 Metern haben am Mittwochmorgen für erhebliche Verkehrsbehinderungen auf der Landesstraße 22 bei Süderfahrenstedt gesorgt. Zunächst wurden zwei Menschen bei einem Frontalzusammenstoß leicht verletzt. Wenig später rutschte ein mit Heizöl und Dieselkraftstoff beladener Tanklastzug in den Straßengraben – die L22 musste für die Bergung vollständig gesperrt werden.

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Der erste Unfall ereignete sich auf der Schleswiger Straße (L22). Eine Skoda-Fahrerin war aus Richtung Schleswig in Richtung Böklund unterwegs, während ihr ein Kleintransporter entgegenkam. Aus bislang ungeklärter Ursache kollidierten beide Fahrzeuge frontal. Durch die Wucht des Aufpralls verteilten sich Trümmerteile über die gesamte Fahrbahn.

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Rettungskräfte versorgten die beiden Unfallbeteiligten zunächst vor Ort. Anschließend wurden sowohl die Frau als auch der Fahrer des Kleintransporters vorsorglich in die Notaufnahme nach Schleswig gebracht. Nach ersten Erkenntnissen erlitten beide lediglich leichte Verletzungen.

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Während die Polizei die Trümmerteile beseitigte und den Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeiführte, bildeten sich in beiden Richtungen bereits längere Rückstaus. Zahlreiche Lastwagen, Busse und Autos warteten hinter der Unfallstelle.

Nur wenig später verschärfte sich die Situation erneut. Rund 150 Meter von der ersten Unfallstelle entfernt kam es während einer kurzzeitigen Öffnung der Straße zu einem weiteren Unfall. Zwei schwere Lastwagen wollten aneinander vorbeifahren. Dabei musste ein mit Heizöl und Dieselkraftstoff beladener Tanklastzug, der auf dem Weg nach Böklund war, um dort eine Tankstelle zu beliefern, weit an den rechten Fahrbahnrand ausweichen.

Der Tanklastzug geriet auf die durch starken Regen aufgeweichte Bankette. Das Erdreich gab unter dem schweren Fahrzeug nach, woraufhin der gesamte Auflieger in den Straßengraben rutschte. Der Lastwagen geriet in Schräglage und blieb feststecken.

Der Tankauflieger blieb unbeschädigt. Kraftstoffe oder andere Betriebsstoffe traten nicht in das Erdreich aus. Auch der Fahrer des Tanklastzuges blieb unverletzt.

Ein erster Bergungsversuch mit einem zufällig an der Unfallstelle vorbeikommenden Kranwagen scheiterte, da dessen Zugkraft für den schweren Tanklastzug nicht ausreichte. Das Fahrzeug konnte sich auch nicht aus eigener Kraft aus dem aufgeweichten Untergrund befreien. Das Speditionsunternehmen beauftragte daraufhin einen Abschleppdienst mit der Bergung.

Für den Verkehr auf der L22 hatte der zweite Unfall erneut erhebliche Folgen. Kurz nach der zwischenzeitlichen Freigabe musste die Landesstraße für die aufwendigen Bergungsarbeiten wieder vollständig gesperrt werden. Die Einsatzkräfte leiteten den Verkehr über kleinere Nebenstrecken durch Süderfahrenstedt um.