500 Menschen bei Klimaprotest in Flensburg – Kritik an Regierung und Wirtschaftssystem

 |  von Thomsen / Foerde.news

Die Klimademonstration führte in der Innenstadt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen - Fotos: Sven Geissler

Flensburg – Rund 500 Menschen folgten am Samstag dem Aufruf zur Teilnahme an einer Klimademonstration in Flensburg. Die Aktion war Teil eines weltweiten Protesttages und wurde vom „Bündnis Klima Flensburg“ organisiert, das zahlreiche Umwelt- und zivilgesellschaftliche Gruppen vereint. Im Vergleich zu früheren Demonstrationen war die Beteiligung deutlich höher.

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Nach dem Auftakt am Rathausplatz zog der Protestzug durch die Innenstadt. Unter den Teilnehmenden waren neben Umweltaktivisten auch Vertreter politischer Parteien wie Grüne, Linke, SPD und SSW sowie Mitglieder der neuen Ratsfraktion „Linkes Bündnis“. Auch Bürgermeister Henning Brüggemann zeigte Präsenz.

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Die Organisatoren setzten auf visuelle Symbolik: schwarze Kleidung und Gasmasken standen für die ökologische Krise. Auf Reden wurde weitgehend verzichtet, stattdessen informierten Audiobeiträge über aktuelle Klimazahlen. Scharfe Kritik richtete sich gegen die Umweltpolitik der Bundesregierung unter Friedrich Merz.

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Zahlreiche Teilnehmende äußerten grundlegende Zweifel an der Problemlösungsfähigkeit des Kapitalismus. Plakate mit Slogans wie „Klimakiller enteignen“ oder „Make Love, not CO₂“ unterstrichen den politischen Anspruch der Veranstaltung.

Bei der Abschlusskundgebung an der Hafenspitze wurden neben Umweltfragen auch soziale Themen, der Kampf gegen die AfD und die Forderung nach einem Systemwandel thematisiert.