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Bahnhofswald: Simone Lange zieht die Reißleine!

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Flensburg - Am Bahnhofsviertel ist es nicht geplant, dass es zu einem größeren Polizeiaufgebot kommen wird. Foto: Thomsen
Wie die Gewerkschaft der Polizei auf ihrer Facebookseite mitteilt reagiert diese erleichtert und dankbar auf die Entscheidung der Flensburger Oberbürgermeisterin
Simone Lange.
 
Weiter heißt es: "In der kommenden Woche wird es in Flensburg zu keinem größeren Polizeieinsatz im Zusammenhang mit der Nutzung des Flensburger Bahnhofswaldes kommen. Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Torsten Jäger zeigte sich erleichtert: „Simone Lange hat damit ausgesprochen verantwortungsvoll und umsichtig entschieden.“ Sie trage so der Fürsorge für die Menschen in ihrer Stadt als auch für die Kolleginnen und Kollegen der Landespolizei, die aufgrund der Corona-Pandemie ohnehin außergewöhnlich belastet sind, Rechnung. Für das Agieren der Oberbürgermeisterin, aufgrund neuer Erkenntnisse zum Virusgeschehen von einem größeren Einsatz abzusehen, gebühre ihr großer Respekt, würdigte der GdP-Landesvorsitzende Torsten Jäger die Entscheidung Langes. In einem Telefonat habe er als GdP-Landesvorsitzender der Flensburger Oberbürgermeisterin dafür gedankt, berichtete Torsten Jäger.
Mit gleich lautenden Appellen, von dem Großeinsatz in Flensburg zum gegenwärtigen Zeitpunkt Abstand zu nehmen, hatte sich die GdP in Briefen nicht nur an die Oberbürgermeisterin, sondern auch an Ministerpräsident Daniel Günther, Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack und Wirtschaftsminister Bernd Buchholz gewandt. Dieser Einsatz hätte nach Ansicht der GdP für die Landespolizei die Auflösung des bisherigen weitest gehenden Kohortenprinzips bedeutet. „In einer berechtigten Lockdown-Situation mit sich nähernden Virusmutationen wären viele Kolleginnen und Kollegen völlig unnötig in eine Gefährdungssituation gebracht worden“, hatte sich die GdP in der vergangenen Woche besorgt gezeigt.
 
Jäger unterstrich, dass die GdP mit Blick auf die Corona-Pandemie ausschließlich den Zeitpunkt für eine polizeiliche Einsatzlage dieses Ausmaßes kritisiert habe. Nach wie vor gäbe es keine Zweifel daran, dass die vorgesehenen polizeilichen Maßnahmen im Bahnhofswald rechtmäßig gewesen wären. „Der offenbar lange feststehende und geplante Einsatz in Flensburg hatte bei den Polizistinnen und Polizisten in Schleswig-Holstein für Unmut und Sorgen in einem bislang noch nicht gekannten Ausmaß gesorgt. Da mussten wir als Gewerkschaft reagieren“, erklärte Torsten Jäger das Vorgehen der GdP. Deshalb habe sich die GdP gegen den Einsatz zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen, auch wenn schon immense Vorbereitungen, Mühe und Arbeit investiert worden seien. „Selbstverständlich stehen wir als GdP für die Durchsetzung geltenden Rechts und sind der Überzeugung, dass unsere Landespolizei ständig einsatzbereit ist“, so der GdP-Landesvorsitzende abschließend."

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