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Bürgergeld steigt um 61 Euro auf 563 Euro

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Bürgergeldempfänger können sich ab 2024 mehr leisten - Symbolfoto: Thomsen

Berlin - Ab 2024 wird das Bürgergeld, das aktuell über 5 Millionen Menschen in Deutschland beziehen, deutlich angehoben. Das bestätigte Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) in einer Pressekonferenz am Dienstag. Demnach werden Alleinstehende ab dem kommenden Jahr 563 Euro monatlich erhalten, was einem Anstieg von gut 12 Prozent im Vergleich zu den bisherigen 502 Euro entspricht.

Diese Anpassung ist Teil der groß angelegten Bürgergeld-Reform, die zu Beginn dieses Jahres in Kraft trat. Das Ziel dieser Neuerung ist es, die Bürgergeld-Sätze schneller an die aktuellen Inflationsraten anzupassen. Für Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren bedeutet dies eine Erhöhung auf 471 Euro von zuvor 420 Euro. Kinder zwischen 7 und 14 Jahren können mit 390 Euro statt 348 Euro rechnen und für die Jüngsten unter 6 Jahren steigt der Satz von 318 Euro auf 357 Euro.

"Der Sozialstaat muss gerade in schwierigen Zeiten stabil sein", betonte Heil und sieht die Erhöhung als bedeutenden Schritt, um Bedürftige während der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen zu unterstützen.

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) begrüßt diese Anpassung ausdrücklich und wertet sie als „positives Signal“. Michaela Engelmeier, Vorsitzende des SoVD, betont zudem, wie wichtig diese Veränderungen auch für diejenigen sind, die auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung angewiesen sind.

Allerdings gibt es auch Stimmen der Kritik. So bemängelt der Paritätische Gesamtverband, dass die Bürgergeld-Sätze weiterhin nicht den tatsächlichen Mindestbedarf abdecken. Ihrer Meinung nach sollte der Grundbetrag bei 725 Euro liegen.

Zur Erinnerung: Das Bürgergeld löste zu Beginn des Jahres das oft kritisierte Hartz-IV-System ab, das in den letzten Jahren nur minimale Erhöhungen der Grundsicherung vorsah. Unter der aktuellen Ampel-Koalition wurde das Bürgergeld als zentrales Element der Sozialreform eingeführt.

Bei all diesen Änderungen sollte jedoch nicht vergessen werden, dass die aktuelle Inflationsrate in Deutschland im Juli bei beachtlichen 6,2 Prozent lag. Engelmeier mahnt daher, Menschen mit Einkommen knapp über dem Grundsicherungsniveau nicht zu vernachlässigen, da diese besonders von den steigenden Preisen betroffen sind.

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