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Überraschungsgast sorgt beim Flensburger Cityspringen für Höhenflug
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Mehrere hundert Zuschauer haben an der Hafenspitze das dritte Stadtwerke-Cityspringen verfolgt. Neben Nachwuchsathleten und erfahrenen Stabhochspringern sorgte vor allem der kurzfristige Start des deutschen U23-Vizemeisters Hendrik Hohmann für Spannung.
Spektakuläre Sprünge, eine besondere Kulisse und ein prominenter Überraschungsgast: Das dritte Stadtwerke-Cityspringen hat am Samstag mehrere hundert Zuschauer an die Flensburger Hafenspitze gelockt. Über den gesamten Tag gingen Athleten aus Flensburg, Lübeck, Hamburg, Berlin, Niedersachsen, Kiel und Dortmund an den Start.
Die noch junge Veranstaltung ist Teil des Flensburger Sommers und bot den Zuschauern Stabhochsprung aus nächster Nähe. Erstmals wurde der Wettbewerb in drei Gruppen ausgetragen. Dadurch erhielten auch Nachwuchsathleten ab elf Jahren die Möglichkeit, vor der außergewöhnlichen Hafenkulisse zu springen.
Bereits am Vormittag feuerten die Besucher die jüngsten Teilnehmer an und erhielten dabei einen Einblick in die Anfänge des Stabhochsprungs. Mit dabei war unter anderem Trainer Steffen Kosian, der mit seiner vereinsübergreifenden Trainingsgruppe nach Flensburg gereist war. Auch der Berliner Trainer Joachim Protz nahm gemeinsam mit seinen Athleten teil.
Zwischen den Flensburger und Berliner Leichtathleten bestehen seit Jahren enge Kontakte. Beim Jedermann-Zehnkampf in Berlin-Spandau hatten die Flensburger Teilnehmer wiederholt Unterstützung und Gastfreundschaft erfahren. Mit den begehrten Startplätzen beim Cityspringen konnten sich die Gastgeber nun revanchieren.
Für eine besondere Überraschung sorgte Hendrik Hohmann von der LG Olympia Dortmund. Der deutsche U23-Vizemeister hatte am Vorabend noch an einem internationalen Meeting in Halberstadt teilgenommen. Während des Aufbaus erreichte Veranstalter Jan Dreier die spontane Anfrage, ob noch ein Startplatz frei sei.
„Wenn ihr es bis zum Start nach Flensburg schafft, kann es losgehen“, antwortete Dreier. Hohmann, dessen persönliche Bestleistung bei 5,41 Metern liegt, machte sich daraufhin auf den Weg in den Norden.
In der Hauptgruppe zeigte zunächst Lokalmatador Marek Carstensen starke Sprünge und steigerte seine Bestleistung auf 3,70 Meter. Felix Beirow vom Kieler TB überquerte 4,40 Meter.
Nachdem die übrigen Teilnehmer ihren Wettkampf beendet hatten, stieg Hohmann bei fünf Metern ein. Nach rund zwei Stunden Wartezeit benötigte er zunächst drei Versuche, um die Höhe zu meistern. Anschließend übersprang er auch 5,15 Meter und stellte damit einen neuen Veranstaltungsrekord auf. Erst an 5,31 Metern scheiterte der Dortmunder.
Zum Gelingen der Veranstaltung trugen zahlreiche ehrenamtliche Helfer bei. Sie waren unter anderem aus Berlin, Schwerin, Sylt, Kiel und Rendsburg angereist und unterstützten das Team des LK Weiche bei Organisation und Durchführung. Hilfe beim Aufbau kam zudem vom Team um Hans Sack.
Unter den Zuschauern befanden sich neben vielen Touristen auch Besucher aus verschiedenen Teilen Schleswig-Holsteins und aus Dänemark. Einige Gäste waren sogar aus Esbjerg zu einem Tagesausflug nach Flensburg angereist.
Veranstalter Jan Dreier zeigte sich auch zwei Tage später noch beeindruckt: „Die Veranstaltung war rundum gelungen, gespickt mit Leichtathletik-Verrückten und eine ganz besondere Bereicherung im Herzen von Flensburg.“
