Wetterchaos: Unterricht fällt aus - nur in Flensburg nicht
| von Thomsen / Foerde.news
Bildung – Wegen der anhaltend schwierigen Witterungs- und Straßenverhältnisse fällt am Freitag, 9. Januar 2026, an zahlreichen Schulen in Schleswig-Holstein der Unterricht aus. Betroffen sind die allgemein- und berufsbildenden Schulen in den Kreisen Dithmarschen, Herzogtum Lauenburg, Nordfriesland, Pinneberg, Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Flensburg, Segeberg, Steinburg und Stormarn.
In der Stadt Flensburg findet der Unterricht hingegen regulär statt. Landesweit bleibt zudem der Unterricht an allen Förderzentren geschlossen.
An den berufsbildenden Schulen kann in eigener Verantwortung der Schulleitungen Distanzunterricht organisiert werden. Für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 ist an den von Schließungen betroffenen Schulen eine Notbetreuung sichergestellt.
Massive Einschränkungen im Busverkehr
Die massiven Einschränkungen im Busverkehr könnten direkte Auswirkungen auf den Unterricht am Freitag haben. Das teilt das Busunternehmen DB-Regio Autokraft mit. Bereits am Donnerstag war der Schulbetrieb auf den Inseln Föhr und Amrum ausgefallen, nachdem dort der Busverkehr vollständig eingestellt worden war.
Auch die Norddeutschen Verkehrsbetriebe reagieren auf die Wetterlage: Für Freitag ist vorgesehen, die Linien 120 und 130 in Nordfriesland nur dann zu bedienen, wenn der Präsenzunterricht an den Schulen ausfällt und die Straßenverhältnisse einen sicheren Fahrbetrieb zulassen. Andernfalls soll am Freitagmorgen entschieden werden, ob die Busse fahren können. Sollte ein sicherer Betrieb nicht gewährleistet sein, werde der Verkehr für den gesamten Tag eingestellt – auch dann, wenn sich die Witterung im Tagesverlauf verbessere.
Eltern können Kinder aus Sicherheitsgründen zu Hause lassen
Unabhängig von einer offiziellen Anordnung gilt weiterhin: Eltern, die den Schulweg für ihr Kind aufgrund von Glätte, Schnee oder schlechter Sicht als besonders gefährlich einschätzen, können ihr Kind zu Hause behalten oder es vorzeitig vom Unterricht abholen.
Entscheidungskriterium: Sicherheit auf dem Schulweg
Maßgebliches Kriterium für einen landes- oder regionalweiten Unterrichtsausfall ist die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler auf dem Schulweg. Entscheidend sind die tatsächliche oder mutmaßliche Befahrbarkeit der Straßen sowie belastbare Einschätzungen zur Verkehrssicherheit.
Das Bildungsministerium trifft die Entscheidung über witterungsbedingten Unterrichtsausfall auf Grundlage des Erlasses vom 13. Juli 2011. In der Regel wird für das gesamte Gebiet eines Kreises oder einer kreisfreien Stadt einheitlich entschieden – auch wenn die Gefährdungslage innerhalb des Gebietes örtlich unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Für Teilgebiete wird nur dann gesondert entschieden, wenn sie eindeutig und verständlich beschrieben werden können. Für die nordfriesischen Inseln und Halligen gelten jeweils vor Ort abgestimmte Regelungen zwischen Schulen und Schulamt.
Die Entscheidungen müssen häufig in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden vor Beginn des Berufsverkehrs getroffen werden. Zu diesem Zeitpunkt liegen nur begrenzte, aber relevante Informationen vor. Eine differenzierte Betrachtung nach einzelnen Gemeinden oder Schulen sowie eine entsprechend kleinteilige Information der Öffentlichkeit sind dann praktisch nicht möglich.
Hotline informiert rund um die Uhr
Über witterungsbedingten Unterrichtsausfall informiert eine landesweite Hotline. Unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 1827271 erhalten Bürgerinnen und Bürger rund um die Uhr aktuelle Auskünfte per Bandansage.